18.03.18 – Es geht los – juhu

Nach dem Aufwachen war erst einmal herzhaftes Lachen angesagt:
Schnee und Schneefall…

Susanne und Carsten sind seeeeehr vorsichtig nach Chirk geeiert, denn Winterreifen kennen die Briten nicht. Sie haben es aber zeitig geschafft und so konnten wir ganz gemütlich ein Geburtstagfrühstück für Micha vorbereiten und zu uns nehmen.

Nach dem Frühstück kam Barry wieder und vollendete die Einweisung mit dem praktischen Teil.

Und dann ging es auch schon los: auf zum Pontcysyllte-Aquädukt – mir einen langgehegten Traum erfüllen – einmal in einem Narrowboat drüberfahren. Als erste Herausforderung kam der erste Tunnel – Whitehouse Tunnel. Micha manövrierte diese 20 Tonnen schwere und 15 m lange Bötchen, als wenn er nie etwas anderes gemacht hätte – Hut ab!

Es war schweinekalt und schneite immer wieder, aber wir hatten super Spaß. Susanne und Carsten saßen vorne im Boot auf der „Veranda“, Micha und ich standen hinten, von wo aus gesteuert wird.

Dann kam meine erste Herausforderung: eine Liftbridge. Also Kurbel geschnappt, raus aus dem Boot, Kurbel anstecken und loskurbeln: langsam hob sich die Brücke und Micha konnte das Boot Richtung Aquädukt steuern.

Die „Wanne“ war frei und so konnten wir die Überfahrt beginnen. „Gott sein Dank blies überhaupt kein Wind“ – es war toll: das Boot passt wirklich haargenau in die Wanne. Auf der einen Seite des Boots ist der alte Treidelpfad – mit Geländer – auf der anderen Seite …… NICHTS ….

Wir haben es getan: wie haben uns in klirrender Kälte, bei heftigen Sturmböen und Schnee unseren Traum erfüllt!

Danach machten wir uns linksrum auf nach Llangollen, wohin sich der Kanal  mal schmal, mal weniger schmal schlängelte. Susanne und ich beschlossen die Hundejungs zu lüften und stiegen aus, während unsere Männer weitertuckerten. Auf einmal kam ihnen ein Boot, gesteuert von 2 Frauen entgegen, dass stramm auf unser Boot zu hielt. Die Mädels hatten irgendwie keinen Plan und jubelten schon „We didn’t touch you“, dann machte es BUMM. Sie sind GsD weitergefahren, denn Micha sah „not amused“ aus – zu recht – das Thema hat ihn den ganzen Abend noch beschäftigt, aber das lassen wir mal jetzt raus 😉

In Llangollen angekommen haben wir den „Hafenmeister“, was denn das Mooring (festmachen) kostet und er erfreute uns mit der Ausage, dass das Wintermooring bis Freitag gegolten hätte und sie bis Montag um 9 Uhr früh keine Liegemiete nehmen würde. Juhu – ein Geburtstagsgeschenk für Micha – also machen wir fest und beschlossen, essen zu gehen. Barry hatte die Corn Mill empfohlen und hat nicht untertrieben : es war sehr lecker und wir hatten direkten Blick auf den reißenden Dee, der unter unser floss. Micha, das Geburtstagskind, hat uns zum Essen eingeladen: vielen lieben Dank.

Dann wollten wir gemütlich auf dem Boot noch Geburtstag feiern und die eine oder andere Flasche Baileys köpfen… im Warmen, aber leider sprang der Motor nicht mehr an und wir trauten uns nicht, die Heizung ohne Motor anzuwerfen. So saßen wir in dicken Jacken im Boot und wärmten uns mit lustigen Geschichten, dummen Sprüchen, viel Zugeproste jeder Menge Baileys. Micha hat einen Penderyn – walisischen Whisky  – von Susanne und Carsten geschenkt bekommen, an dem noch die Sicherungsplombe hing. Upps und nun? Ich glaube, dass Micha riesig grossen Spaß hatte, das Ding abzubekommen, der alte Bombenentschärfer.

Irgendwann sind wir dann alle ins warme Bett gefallen, in der Hoffnung, dass morgen so gegen 9 ein Techniker rauskommt und es wieder warm macht.

Eine muckelige warme Nacht mit heißen Träumen. ..

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